Pflege von immergrünen Gehölzen im Winter

 

Werfen Sie auch im Winter hin und wieder einen Blick auf Ihre immergrünen Gehölze. Denn auch wenn die Vegetation ruht, verdunsten wintergrüne Gewächse wie Koniferen, Kamelien oder Buchs viel Wasser. Deshalb ist regelmäßiges Gießen an frostfreien Tagen unerlässlich. Den letzten Winter haben viele Gehölze nicht überlebt. Doch Schuld war nicht unbedingt der starke Frost, viele sind schlichtweg vertrocknet. Denn ist der Boden längere Zeit gefroren, gibt es Schäden an Blättern, Trieben und Knospen. Gefährdet sind die Pflanzen besonders an Stellen, die in praller Morgensonne liegen.

Der TIPP

 

Pflegeleichte Pflanzen

Jetzt kommt sie wieder, die kalte und dunkle Jahreszeit. Das Gartenjahr geht damit zu Ende und das Leben konzentriert sich auf den warmen Innen-Wohnraum. Doch auf üppiges Grün muss man auch hier nicht verzichten.
Mit attraktiven Zimmerpflanzen können Sie sich in der Wohnung  und im Wintergarten eine dekorative grüne Oase schaffen. Achten Sie dabei auf den richtigen Standort und pflegeleichte Arten.

Kühle Räume
Für Veranden, Treppenaufgänge, Kaltwintergärten und Zimmer mit kühler Nachtabsenkung gibt es eine Vielzahl von Topfpflanzen, die schon unsere Grossmütter in ihr Herz geschlossen hatten: Alpenveilchen, Azaleen, Zierspargel, Blutblume, Clivie, Fliederprimeln, Becherprimeln, Cinerarien und Pantoffelblumen, Schusterpalmen, Palmen, Aukuben, Lorbeer, Cissus, Grünlilien und Myrten. Dazu die herrlichen Blattkakteen (Epiphyllum) mit ihren riesigen Blüten, Fleißige Lieschen, Englische Geranien und die königlichen Kamelien. Sie dürfen aber keinen dunklen Platz direkt neben der Heizung bekommen.

Gleichbleibend warme Zimmer
Wohlige Wärme gefällt den Pflanzen aus den trockenen tropischen und subtropischen Gebieten, vor allem den Pflanzen aus Madagaskar, Südafrika und Mexiko: Madagaskarpalme (Pachypodium), Elefantenfuß (Beaucarnea), Bitterschopf (Aloe), Rosetten-Dickblatt (Aeonium), Kranzschlinge (Stephanotis), Flammendes Käthchen (Kalanchoe), Madagaskarglöckchen (Kalanchoe manginii), Flaschenpflanze (Jatropha), Christusdorn (Euphorbia milii), Echeverien, Feuerrote Rochee (Crassula coccinea), Wüstenrose (Adenium), Palmlilie (Yucca) und Drachenlilie (Dracaena).

Für erfahrenere Pflanzenfreunde
eignen sich Strauchbegonien (Begonia corallina u.a.), Blattbegonien (Begonia ‘Rex’, Begonia masoniana), Flamingoblumen (Anthurium), Einblatt (Spathiphyllum), die Vielzahl der Ananasgewächse (Bromelien) und einige Orchideen wie z. B. Frauenschuh (Paphiopedilum), Cattleya, Epidendrum und die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis).
Für die Tropenpflanzen kann man leicht höhere Luftfeuchte schaffen, indem man die Pflanzen in breite Schalen auf einen Gittereinsatz stellt. Darunter kann eingefülltes Wasser verdampfen. Sie können auch grössere Gefässe oder Glasvitrinen verwenden und die Pflanzen in Gruppen arrangieren. Füllen Sie die Zwischenräume mit Blähtonkügelchen oder Tongranulat (z.B. Seramis) aus. Für diesen Zweck ungeeignet sind dagegen normale Erde oder Torf, denn hier würden sich bald Trauermücken, Asseln und Schnecken ansiedeln.

 

Eleganter Blütenzauber zur Weihnachtszeit

Die prachtvoll blühenden Amaryllen sind ein besonders schöner Blumenschmuck zu Weihnachten. Die heutigen Kulturformen mit riesigen Blüten und wundervollen Farben entstanden aus mehreren in Südamerika beheimateten Arten. Mit blühfertig zum Flor im Winter präparierten Amaryllis-Zwiebeln können Sie Freunden und Verwandten eine besondere Freude machen.

Die Kultur ist einfach und sicher, denn der Erfolg ist bei der pflegeleichten Amaryllis schon vorprogrammiert. Man setzt die großen fleischigen Zwiebeln 3-5 cm tief in Topferde, gießt leicht an und schon schieben sich die kräftigen Stiele mitten im Winter auf einer Fensterbank hervor. Bald folgen riesige ausdrucksvolle Blüten, die vor allem Kinder in Erstaunen setzen. Erst wenn die Töpfe durchwurzelt sind, folgen die riemenförmigen Blätter nach.

Noch recht neu sind großblütige Amaryllen in gelb – einer Farbe, die man bislang im Sortiment kaum kannte. „Moonlight“ heißt die Züchtung mit schwefelgelben, trichterförmigen Blüten, die prächtigen Lilien ähneln. Sie beeindrucken durch eine enorme Größe, außerdem schieben sich aus einer Zwiebel zwei bis drei Blütenstände hervor. Sie kann wie die meisten der heute erhältlichen Amaryllis als „präparierte” Zwiebel durch eine Temperaturbehandlung schon zur Weihnachtszeit blühen, ansonsten fällt die Blütezeit – je nach Zeitpunkt des Eintopfens – in den Spätwinter.

 

Der Tipp